20262 Std. 04 Min.FSK 12Quellenbasiert

Everytime

Everytime

Genre
Drama
Regie
Sandra Wollner
Kinostart
6. August 2026
Eigenes CleverKino-Titelmotiv ohne fremdes Pressematerial
Kino bedingt

Die klare Stärke: Wenn du Arthouse liebst, das über Bild, Licht und plötzliche Stille erzählt, lohnt sich der Saal: Weite Flüge, Licht und die berühmte Klötzchen-Sonne gewinnen auf der Leinwand deutlich. Erwartest du eine geradlinige Auflösung, dann wirkt gerade das finale Drittel kryptisch – hier hilft Neugier mehr als Erwartung an eine klare Antwort.

Filmwert8/10Wie gut ist der Film insgesamt?
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Was das Kino hier bringt

3 Kinovorteile

Kino-Vorteile

Diese Punkte stützen sich auf die dokumentierten Kritiken und separat erfassten Produktionsangaben.

01

Bild

Weite Flüge und Sonnen auf großer Fläche viel intensiver.

Oke fängt Berliner Morgen, Schwebeflug und Teneriffas hartes Küstenlicht in klarer 35-mm-Optik ein. Baumkronen, Klötzchen-Sonne und plötzliche Drohnenfahrt gewinnen auf dunkler Leinwand deutlich an Sog.

02

Ton

Stille macht den Schock erst hörbar.

Der Fall bleibt fast lautlos, nur Vögel sind zu hören – danach tragen Pausen und sonische Akzente die Trauer. Im Saal ohne Ablenkung wirkt der Wechsel zwischen Stille und sanftem Dröhnen besonders eindringlich.

03

Atmosphäre

Unwirklichkeit, die man gemeinsam entdeckt.

Als Cannes-Gewinner lebt der Film vom Rätsel und gegenseitigen Staunen. Im Kino bleibt die Konzentration hoch; die Mischung aus Heimvideo, Spielwelt und Realbild entfaltet ihren Zauber ohne Heimunterbrechung.

Gut geeignet für

Du wirst eher Freude daran haben, wenn …

  • Arthouse- und Festivalpublikum, das bildstarke, rätselhafte Trauererzählungen mag
  • Fans von Sandra Wollner, Aftersun-Ästhetik und langsamem, präzise beobachtetem Kino
  • Zuschauer, die sich gern auf offene, diskutierbare Enden einlassen

Vorher wissen

Diese Punkte können stören

  • negativer GrundSehr ruhiger, bildgetriebener Trauerfilm mit langen, fast wortlosen Passagen.
  • negativer GrundEin Jahr-Ellipse und formale Brüche (Video, Drohne, Minecraft) werden formal als Meisterstück gefeiert, können aber verwirren.
  • negativer GrundDas letzte Drittel wird selbst von wohlwollenden Stimmen als kryptisch-metaphysisch und etwas überkompliziert beschrieben.
  • stark negativer GrundSchwerer Verlust (Sturz vom Hochhausdach) als Auslöser; durchgängig melancholische Grundstimmung trotz lichter Bilder.

Spoilerfreie Einordnung

Das Urteil in einem Satz

Ein zärtliches, aber radikal formbewusstes Trauerdrama. Sandra Wollner mischt Berliner Alltag, Teneriffa-Licht und Minecraft-Klötzchenwelt zu einem unwirklichen Ganzen, getragen von Gregory Okes 35-mm-Bildern und stiller Tonregie. Wer sich auf ein Rätsel ohne einfache Auflösung einlässt, wird reich beschenkt.

Die sichtbare Einstufung trennt Filmqualität und den zusätzlichen Wert des Kinosaals. Änderungen werden als neue Fassung geprüft, bevor sie öffentlich erscheinen.

Transparenz

So belastbar ist dieses Urteil

B

6 Quellen dokumentiert.
Produktionsfakten und Kritikerurteile werden getrennt gespeichert. Evidenzstufe B bleibt sichtbar.

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